Am 12. Februar 2011 wurde mehr als 150 Neonazis der Einzug in die Stadt gewährt. Die Nazis, einschließlich bekannter Nazi-„Größen“ wie Axel Reitz, versuchten den tragischen Tod eines Jugendlichen aus Soest, der während einer Abi-Party von einem 17-jährigen Jugendlichen mit Migrationshintergrund tödlich mit einem Messer verwundet wurde, für ihre Propaganda zu instrumentalisieren. Es ging ihnen nicht um das Opfer Tim K., sondern lediglich darum, Hass gegen Menschen mit Migrationshintergrund zu schüren und die Samen ihrer menschenverachtenden Ideologie in die Köpfe der Soester Jugend zu säen.
Euphorisiert durch den mäßigen „Erfolg“ ihrer durch Antifaschisten massiv gestörten Demonstration rotteten sich in den Tagen und Wochen nach dem „Trauermarsch“ zum Gedenken Tim K.‘s immer mehr Jugendliche zusammen und schlossen sich durch die massive neofaschistische Propaganda den bestehenden rechten Strukturen an. Mit der „Organisation“ der „Freien Kameradschaft Soest“ wurde eine Gruppierung ins Leben gerufen, deren politische Arbeit sich momentan nur auf das Drucken miserabler Sticker und besinnungsloses Saufen am Bahnhofsvorplatz beschränkt.
Wir sehen trotzdem die Gefahr, dass die „Freie Kameradschaft Soest“ sich zu einer Anlaufstelle rechtsorientierter Jugendlicher entwickeln könnte. Das Bestehen rechtsradikaler Strukturen direkt vor der eigenen Haustür ist ein untragbarer Zustand dem kompromisslos der Kampf angesagt werden muss und der konsequentes Handeln gegen neurotische Glatzen erfordert.
Es mag ja ganz nett sein, politische Kleidung zu tragen, antifaschistische Musik zu hören oder gelegentlich an Demos gegen Nazisaufmärsche teilzunehmen. Doch darauf allein darf antifaschistische Arbeit nicht beschränkt werden. Ganz im Gegenteil: Zur Antifa-Arbeit gehört das intensive Recherchieren und Dokumentieren rechtsradikaler Aktivitäten, die öffentliche Aufklärung extrem rechter und rechtskonservativer Strömungen sowie aktive Öffentlichkeitsarbeit und die Organisation diverser Aktionen wie zum Beispiel Flugblattverteilungen, Veranstaltungen oder Demonstrationen.
Antifaschismus bedeutet nicht nur stupide „gegen Nazis“ zu sein, sondern radikales Vorgehen gegen die herrschenden Verhältnisse und die aus sich heraus immer wieder hervorgehenden faschistischen Tendenzen.

„Einen Finger kann man brechen – Fünf Finger sind eine Faust!“
Alleine aber kann das niemand schaffen. Einzelkämpfer sind nicht gefragt und sind kein effektiver Weg zur Durchsetzung antifaschistischer Zielsetzung. Deshalb ist der Schutz und die Errichtung antifaschistischer Strukturen dringend notwendig und unvermeidbar.
Wenn auch du ernsthaftes Interesse besitzt und Teil der antifaschistischen Bewegung werden möchtest und/oder mehr Informationen über unsere Organisation bekommen möchtest trau dich und kontaktier uns! Wir werden uns dann schnellstmöglich mit dir in Verbindung setzen!