Spuren „brauen Sumpfs“ in Soest?! Wir stecken längst mittendrin!

Nach fortlaufenden staatlichen Ermittlungen gegen die rechte Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU), die unter anderem verantwortlich für das Nagelbombenattentat in einer von Migranten bewohnten Straße in Köln im Jahr 2004, die sogenannten „Dönermorde“, sowie den Polizistenmord von Heilbronn zu sein scheint, bleibt das Ausmaß der Verbrechen ebenso unklar wie die schmutzige Rolle des Verfassungsschutzes. Während in politischen Kreisen der schwarze Peter munter weitergeschoben wird, wächst in der Gesellschaft die Empörung über die jahrelange Ignoranz und Inkompetenz der Behörden, die nicht in der Lage waren, die Attentate und Morde der Nazi-Terroristen aus Thüringen zu verhindern. Auch in Soest scheinen, nach den unfassbaren Taten der NSU, die Aktivitäten der hiesigen rechten Szenen zunehmend ins Auge der Öffentlichkeit zu rücken. So berichtete der Soester Anzeiger beispielsweise über Hakenkreuzschmierereien auf dem Fußweg am Soestbach (Ausgabe vom 15.11.) und spekulierte über Zusammenhänge zu den Taten der NSU. Des weiteren berichtete der Lokalsender „Hellweg-Radio“ in einem Interview mit einem Sprecher der Linken über die mögliche Existenz rechter Strukturen im Kreis Soest sowie die davon ausgehenden Gefahren. Im Laufe des Interviews wurde die Möglichkeit des Bestehens solcher Gruppierungen zwar eingeräumt, jedoch sei die Gefahr die von ihnen ausginge, eher als gering einzuschätzen – ein Trugschluss! Nur um dem „guten Image“ von Soest nicht zu schaden, wird die Existenz rechter Gruppierungen in Soest und Umgebung von Verantwortlichen totgeschwiegen und deren Aktivitäten verheimlicht, heruntergespielt oder sogar dementiert, während den Neonazis immer mehr Freiräume gewährt werden und dabei zugeschaut wird, wie sich Faschismus zunehmend in der Soester Gesellschaft etabliert (siehe dazu auch: „Soester Securityunternehmen geht zu weit!“). Anstatt den dringend notwendigen Kampf gegen die Nazis in Soest voranzutreiben, wird die potentielle Gefahr der „Freien Kameradschaft Soest“ mit einem frechem Lächeln der Politiker unter den Tisch gekehrt! Es bleibt zu hoffen, dass die Empörung der Soester Bürger sich nicht bloß gegen die Hakenkreuzschmierereien als „Schönheitsfehler“ oder gar als grausamer „Modetrend“ wendet, sondern dem Rechtsextremismus im Kreis Soest endlich entschlossen entgegengetreten wird, um dem Treiben der Soester Nazis ein Ende zu setzen, bevor sie zu einer ernsthaften Bedrohung werden!