Provokation: „Neuer Stock hat auf Kirmes Premiere“

In der Samstagsausgabe des Soester Anzeigers wurde in beinahe feierlichem Tonfall berichtet, dass es auf der diesjährigen Allerheiligenkirmes eine Premiere gäbe: Der neue Einsatzmehrzweckstock der Polizei (kurz: EMS) werde die Soester Beamten zum ersten Mal auf dem Volksfest begleiten. Dass es sich bei der Bezeichnung „Einsatzmehrzweckstock“ um nichts Geringeres als den symbolträchtigen Gegenstand für Polizeibrutalität, aggressives Verhalten von Bullen und staatliche Repression handelt, wird vom Soester Anzeiger durch platte Euphemismen verschleiert. Laut Anzeiger sollen die Totschläger „Schutz bieten“ und nur im „Falle des Falles richtig weh tun“ – unserer Meinung nach ziemlich makaber und verharmlosend im Angesicht der Tatsache, dass Knüppel immer öfter als Arm des Gesetzes agieren und Übergriffe auf Demonstrant_Innen mit diesen brutalen Waffen längst keinen Seltenheitswert mehr besitzen. Die Polizei benutze die neuen EMS „in erster Linie zur Abwehr von Angriffen mit Gegenständen wie Messern, Stöcken oder Baseballschlägern“, werde aber auch „als Transporthilfe von Personen bei Festnahmen oder zum Abdrängen“ benutzt. Wie billig diese Rechtfertigungen und Ausreden tatsächlich sind und wie die Mentalität zum Thema Schlagstockeinsatz in den Reihen der Polizei in Realität aussieht, demonstrieren zwei Schläger in grüner Uniform quasi „auf Kommando“: Auf dem Bild zum Artikel posieren die beiden sichtlich stolzen Cops angriffslustig mit gezückten Schlagstock! Scheinbar kann die Soester Polizei es kaum abwarten, mal im wortwörtlichen Sinne „richtig auf die Kacke zu hauen“ und während der Soester Allerheiligenkirmes ihre neuen Spielzeuge auszuprobieren. Aber nicht mit uns! Schaut nicht weg bei Übergriffen der Polizei! Gegen die Autorität fadenscheiniger Elendsgestalten und die Verherrlichung von Polizeigewalt in den Medien!

Bullenterror hier und dort – Berufsfaschisten müssen fort!