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Am 11. Februar demonstrierte zum wiederholten male die braune Pest in Soest.
Doch der Aufmarsch der Rechten blieb nicht ohne Widerstand- viele Jugendliche aus Soest und Umgebung folgten dem Aufruf des Aktionsbündnisses, um dem Faschistenpack zu zeigen, dass ihnen Soest keinen Meter Raum für ihr menschenverachtendes Gedankengut gibt.
Doch damit noch lange nicht genug- die Gegendemonstration war nur ein Tropfen auf den heißen Stein! Antifaschistische Arbeit darf sich nicht darauf beschränken, alle Jahre wieder den Faschos den Tag zu vermiesen.
Deswegen appellieren wir an alle, die sich an den Gegenveranstaltungen beteiligt haben, nicht länger die Augen zu schließen, sondern sich aktiv- antifaschistisch zu organisieren um den lokalen, faschistischen Umtrieben Einhalt zu gewähren und ihnen radikal entgegen zu treten!

Gegen Nazis und Deutschland!

Keine Homezone für Nazis – ob in Parteien, freien Kräften oder am Stammtisch!

Für den 03. März kündigt eine kleine Gruppe Nazis, die sich selbst „Nationale Sozialisten Münster“ nennt, einen Aufmarsch durch Münster an. Bereits 2006 konnten durch Blockaden von Anwohner_innen und antifaschistischen Initiativen die Nazis daran gehindert werden, durch Münster zu spuken. Beide Male hatte es sich nach wenigen Metern ausmarschiert.

In Münster bestehen gute antifaschistische Strukturen und zivilgesellschaftliche Initiativen, die es den Nazis bislang unmöglich gemacht hat, sich zu etablieren. Das soll auch in Zukunft so bleiben!

Die münsteraner Nazis waren immer auf Hilfe von außerhalb angewiesen, die sie vor allem von der Kameradschaft Hamm (KSH) bekommen haben. Die hiesige Naziszene ist, anders als in Münster, eine über Jahre gewachsene. Die KSH gründete sich Anfang 2003 und war später Teil des Aktionsbüro Westdeutschland. Bis 2006 fanden insgesamt neun Kundgebungen statt, dann wurde es aufgrund der Inhaftierung des Kameradschaftsführers Sascha Krolzig ruhiger um die Szene. Doch vor allem in den letzten zwei Jahren tritt die Kameradschaft wieder stärker auf.

Zu ihrer „politischen Arbeit“ in Hamm gehören Einschüchterungen und Übergriffe auf vermeintliche politische Gegner_innen zur gängigen Praxis. Als Beispiel seien hier mehrere Angriffe auf das Büro der Partei Die Linke und der SPD zu nennen. Auch Einschüchterungsversuche auf Einzelpersonen sind leider keine Seltenheit.

Obwohl diese Szene seit Jahren besteht, sie immer wieder Aufmärsche organisieren konnte und nahezu im ganzen Stadtgebiet Hakenkreuze, Parolen wie „Holocaust=Lüge“ und „Juden raus“ gesprüht werden, wurde die Existenz einer organisierten Neonazistruktur in Hamm von Seiten der Stadtverwaltung und einem Großteil der bürgerlichen Mitte bis vor kurzem ignoriert oder gar bestritten.

2010 wurden jegliche Gegenaktivitäten als Reaktion auf den Naziaufmarsch am 23. Oktober massiv erschwert. Doch durch lange konsequente antifaschistische Arbeit und schlussendlich durch die Gründung des antifaschistischen Jugendbündnis „Haekelclub590“ konnte im Oktober letzten Jahres allerdings eine Gegendemonstration durch die Hammer Innenstadt auf die Beine gestellt werden, an der über 600 Menschen teilnahmen und gemeinsam gegen Rassismus und für eine freie Welt ohne Ausgrenzung demonstrierten. Der Aufmarsch der Nazis wurde in einen abgelegenen Stadtteil Hamms verlegt, wo sie dennoch ihre rassistische Propaganda loswerden konnten.

Die Situation in Hamm ist ein gutes Beispiel dafür, dass Rassismus und rechtes Gedankengut nicht durch Ignoranz zu bekämpfen sind. Ein konsequentes Eintreten gegen rechts muss auch immer der Weg auf die Straße sein!
Wir wollen an unseren Erfolg anknüpfen und die Strukturen der hiesigen Neonaziszene weiter einreißen! Durch entschlossenen antifaschistischen Protest und solidarische Zusammenarbeit werden wir auch in Zukunft dafür sorgen, dass Faschisten keinen Fuß mehr an den Boden bekommen!

Wir protestieren dabei nicht nur gegen den rechten Rand, sondern gegen jegliche Missstände in unserer Gesellschaft.
Gegen den Rassismus der bürgerlichen Mitte, die in Zeiten wirtschaftlicher Krisen und sozialen Unsicherheiten Sündenböcke sucht und durch Demagogen wie Thilo Sarrazin simple Feindbilder aus den Reihen der Migrant_innen, sozial Schwachen oder Arbeitslosen vorgesetzt bekommt.
Gegen jenen staatlichen Rassismus, der Migrant_innen ein würdevolles Leben auf der Nordhalbkugel unmöglich macht, ihnen Asyl verwehrt und gnadenlos abschiebt.

Kommt am 02.März nach Hamm(Westf.) und am 03.März nach Münster! Setzen wir erneut ein starkes Zeichen gegen jeden Rassismus und soziale Ausgrenzung!


Ob in Partei, freien Kräften oder am Stammtisch. Keine Homezone für Nazis!

Weitere Informationen auf der Mobi- Seite.
Fahrgemeinschaften können organisiert werden!

Naziaufmarsch in Soest!

Naziaufmarsch in Soest am 11.02.2011

Nach der Urteilsverkündung im Prozess um den Messerstich im Anno vor einem Jahr haben Neonazis aus dem Ruhrgebiet zum zweiten Mal in Folge einen Aufmarsch in Soest angemeldet. Sie versuchen durch die Instrumentalisierung des tragischen Todes Tim K.’s ihre rassistische Propaganda in die Mitte der Bevölkerung zu tragen – getarnt durch das Herbeihalluzinieren eines „Volkstodes“ und die Angst vor steigender Ausländerkriminalität.

2011- Blockadeversuch und Störungen

Der Versuch, den Aufmarsch zu blockieren, ist 2011 durch die massive Präsenz der Polizei, die mit mehreren Hundertschaften aus ganz NRW, Hundestaffeln und einem Hubschrauber zugegen war, gescheitert. Die Strecke wurde hermetisch abgeriegelt und GegendemonstrantInnen wurden mit Pfefferspray, Knüppeleinsatz und Innenstadtverboten konfrontiert. Ferner versuchte die Stadt alles mögliche, um GegendemonstrantInnen aus der Innenstadt zu halten, und organisierte eine bürgerliche Protestveranstaltung außerhalb der Innenstadt. Dennoch gelang es einigen, an der Wiesenkirche die Route zu blockieren, was den Ablauf des Aufmarsches störte. Auch während der Kundgebung am Potsdamer Platz sowie später am Bahnhof konnte gerade „akustisch“ ein deutliches Zeichen gesetzt werden.

Die „Freie Kameradschaft Soest“

Wie vorab schon vermutet, hatte der Aufmarsch vom letzten Jahr einen faden Beigeschmack, denn unmittelbar nach dem Aufmarsch gründete sich die „FKS“ –(„Freie Kameradschaft Soest“), die sich über ihre Webpräsenz auch gerne als „Nationale Sozialisten“ in Verbindung mit dem Zusatz „damals wie heute“ bezeichnen.
Die Absicht war klar: Nach der Demo sollte sich endlich wieder eine Neonazigruppe in Soest etablieren, wo es doch so lange ruhig um die „Ewiggestrigen“ in Soest war. Die Durchführung war allerdings mehr als lächerlich, denn außer der schlechten Internetseite und dem Kleben von erbärmlichen Stickern, blieben die angekündigten Aktivitäten aus. Mittlerweile wird auch die Internetseite schon seit vielen Monaten nicht mehr aktualisiert, aber die Mitglieder stehen noch in einer Cliquen-artigen Verbindung und treffen sich unregelmäßig zum Zwecke des gemeinsamen Alkoholkonsums und ziehen gelegentlich unter nationalem Gegröle durch die Gassen von Soest.

Stolberg- ein Beispiel aus NRW

Was in Soest bisher nicht geklappt hat, ist in Stolberg (bei Aachen) mittlerweile an der Tagesordnung: Jährlich marschieren dort mehrere hundert Neonazis im April durch die Kleinstadt, um einen Trauermarsch in Bezug auf einen ähnlichen Fall zu zelebrieren.
Spätestens seit dem Beginn dieser Trauermärsche ist Stolberg zu einer der Hochburgen des Rechtsextremismus in NRW geworden. Die Gefahr, dass Neonazis auch in Soest wieder Fuß fassen und einen Aufmarsch nach Stolberger Vorbild etablieren wollen, ist nicht zu unterschätzen.
Mehrere Beispiele (u.a. auch Dresden) haben gezeigt, dass nur das Verhindern eines solchen Aufmarsches mit Hilfe von Blockaden ein effektives Mittel ist, um einer Etablierung solcher Demonstrationen im braunen Jahreskalender entgegenzuwirken.

2012- es wird Zeit, dass wir was tun!

Unser Ziel ist es, den Aufmarsch 2012 zu verhindern*. Die Affäre um die NSU und den Thüringer Verfassungsschutz hat gezeigt, wie aktuell die Problematik des Rechtsextremismus ist und wie wichtig antifaschistisches Engagement auf allen Ebenen ist. Die einzige bleibende Perspektive ist, offensiv gegen die Umtriebe der Neonazis vorzugehen und ihnen entschieden entgegenzutreten.

*Da es anscheinend bereits im Vorfeld der Demonstration zu Missverständnissen gekommen ist: Alle Begriffe, insb. „Verhindern“, sind im Rahmen von demokratisch legitimen Mitteln zu verstehen. Wir, die Jugendantifa Soest, weisen explizit darauf hin, dass wir nicht zu Straftaten aufrufen und sich alle Demonstranten an geltende Gesetze zu halten haben.

Gemeinsam am 11.02.2011 den Naziaufmarsch in Soest blockieren.
Kein Fußbreit den Faschisten!

Banner Demo 11.2
Weitere Infos gibt es auf der Mobi-Seite: www.soest.blogsport.de

Soest Protect arbeitslos!

Soest Protect - arbeitslos!
Der allseits unbeliebte private „Sicherheitsdienstleister“ Soest Protect Security hat sich in die Arbeitslosigkeit verabschiedet. Nachdem in der Vergangenheit immer häufiger Stimmen laut wurden, die sich gegen die uniformierten Lachnummern in der Soester Innenstadt aussprachen, ist zumindest in dieser Hinsicht ein guter Start ins Jahr zu verzeichnen. Da laut Soester Anzeiger der Vertrag mit Soest Protect ausgelaufen sei und das Paderborner Unternehmen ADU das „wirtschaftlichste Angebot“ vorgelegt habe, habe sich die Stadtverwaltung gegen die Dienste von den Soester Sicherheits-Clowns entschieden. Nicht weiter verwunderlich, bedenkt man, dass SPS vor allem durch Inkompetenz, aggressives Verhalten und nicht zuletzt die Einstellung eines stadtbekannten Soester Neonazis von sich Reden machte.
Wie einem Kommentar der Antifaschisten Aktion Soest zu entnehmen ist, wird Soest Protect sich wohl nicht nur aus Soest „verabschieden“. Auch aus den Aufträge in Wickede habe sich SPS wegen „schlechter Auftragslage“ zurückgezogen; des weiteren sei der Geschäftsführer seit Tagen nicht erreichbar. Wir sehen das plötzliche Ende unserer Hassliebe zu Soest Protect mit einem großen lachenden, aber auch mit einem kleinen weinenden Auge: Werden wir nun all die lustigen Szenen missen, wenn sich überforderte Möchtegern-Securitys erfolglos gegen Betrunkene durchzusetzen versuchen? Oder nie wieder dabei zusehen dürfen, wenn Soest Protect durch sein Verhalten eine völlig friedliche Situation zur Eskalation bringt?

Wir trauern um die Freie Kameradschaft Soest – Nicht!

Eine Vermutung wird zu Gewissheit: Die Freie Kameradschaft Soest scheint das Zeitliche gesegnet zu haben! Auch wenn sich die Trauer über das Dahinscheiden der Soester Nazi-Gruppierung in unseren Reihen eher in Grenzen hält, so wollen wir uns doch „gebührend“ von ihr verabschieden. Möge sie in Frieden ruhen und das tun, was sie am besten kann – gar nichts.

Rückblick:
Vor ziemlich genau einem Jahr, in der Nacht auf den 29. Januar, wurde der 20-jährige Tim K. von dem damals noch 17-jährigen Kayahan B. auf einer Vorabi-Feier eines Soester Gymnasiums durch einen Messerstich tödlich verletzt. Schon kurz nach der Tat meldeten sich hiesige Neonazis zu Wort und nutzten die Welle aus Trauer und Empörung über den Vorfall, um sich Gehör für ihre diskriminierende, ausländerfeindliche Propaganda zu schaffen. Den widerlichen Höhepunkt dieses Versuchs bildete der 12. Februar 2011: Ein von Hammer Neonazis organisierter „Trauermarsch“ unter dem Motto „Tim K. – Opfer eurer Ignoranz“ war ein weiter kläglicher Versuch, mit Parolen wie „Kriminelle Ausländer raus!“ gegen Menschen mit Migrationshintergrund zu hetzen. : Während in der Innenstadt im Gleichschritt „getrauert“ wurde, zeigten zahlreiche Antifaschisten entlang der Demonstrationsroute, was sie von den Nazis hielten, sodass die Kundgebungen auf dem Potsdamer Platz sowie die Abreise am Bahnhof eher ein trauriges Schauspiel boten.
Trotz dem faden Geschmack, den die Demo bei den Nazis hinterlassen haben dürfte, fühlten sich einige der ortsansässigen Nazis durch dieses fragwürdige „Highlight“ dazu beflügelt, eine rechte Szene in Soest zu etablieren – die Geburtsstunde der „FKS“.
Jedoch scheinen sich die Kameraden nicht ganz bewusst gewesen zu sein, wie denn solche Strukturen aufzubauen seien, sodass sich die politische Arbeit auf das Drucken einiger recht erbärmlicher Sticker sowie das Grölen von Parolen in betrunkenem Zustand am Soester Bahnhof erstreckte.
Lange Zeit hörte man nichts mehr von den rechten Strolchen – bis dann am 20. Juli 2011 die Sensationsmeldung des Jahres auftauchte: Auf ihrer Internetpräsenz (beziehungsweise dem Versuch einer Internetpräsenz) kündigten die Rechtsextremisten in fragwürdigem Deutsch ein großes „Comeback“ an; die „vermeITliche AbwesenDheit“ sei dazu genutzt worden, sich neu zu organisieren. Es würde heiß werden in Soest und Umgebung – so jedenfalls die Ankündigung.
Von der versprochenen Hitzewelle kam bei uns jedoch nicht einmal eine lauwarme Brise an. Die politische Arbeit der Freien Kameradschaft scheint da geendet zu haben, wo sie begonnen hat – im nichts. Die einzigen „Aktivitäten“ (sofern man diese so nennen kann) beschränken sich auf das Verhalten typischer Sauf-Nazis. Hin und wieder sieht man eine oder mehrere der jämmerlichen Gestalten durch die Innenstadt ziehen (stets mit Alkohol bewaffnet, um das klägliche Dasein erträglicher zu gestalten) und Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen, anpöbeln oder bedrohen – leere Worte. Dass sich die Wichte offensichtlich selbst nicht so ganz ernst nehmen, erkennt man daran, dass mehrere stadtbekannte Nazi-Visagen des öfteren in Gemeinschaft mit Migranten gesichtet wurden – ungeahnte Toleranz oder schlicht Dummheit?

Genug der warmen Worte: Wir weinen euch keine Träne nach! Soest braucht und will euch nicht – bleibt in euren Löchern!

Spuren „brauen Sumpfs“ in Soest?! Wir stecken längst mittendrin!

Nach fortlaufenden staatlichen Ermittlungen gegen die rechte Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU), die unter anderem verantwortlich für das Nagelbombenattentat in einer von Migranten bewohnten Straße in Köln im Jahr 2004, die sogenannten „Dönermorde“, sowie den Polizistenmord von Heilbronn zu sein scheint, bleibt das Ausmaß der Verbrechen ebenso unklar wie die schmutzige Rolle des Verfassungsschutzes. Während in politischen Kreisen der schwarze Peter munter weitergeschoben wird, wächst in der Gesellschaft die Empörung über die jahrelange Ignoranz und Inkompetenz der Behörden, die nicht in der Lage waren, die Attentate und Morde der Nazi-Terroristen aus Thüringen zu verhindern. Auch in Soest scheinen, nach den unfassbaren Taten der NSU, die Aktivitäten der hiesigen rechten Szenen zunehmend ins Auge der Öffentlichkeit zu rücken. So berichtete der Soester Anzeiger beispielsweise über Hakenkreuzschmierereien auf dem Fußweg am Soestbach (Ausgabe vom 15.11.) und spekulierte über Zusammenhänge zu den Taten der NSU. Des weiteren berichtete der Lokalsender „Hellweg-Radio“ in einem Interview mit einem Sprecher der Linken über die mögliche Existenz rechter Strukturen im Kreis Soest sowie die davon ausgehenden Gefahren. Im Laufe des Interviews wurde die Möglichkeit des Bestehens solcher Gruppierungen zwar eingeräumt, jedoch sei die Gefahr die von ihnen ausginge, eher als gering einzuschätzen – ein Trugschluss! Nur um dem „guten Image“ von Soest nicht zu schaden, wird die Existenz rechter Gruppierungen in Soest und Umgebung von Verantwortlichen totgeschwiegen und deren Aktivitäten verheimlicht, heruntergespielt oder sogar dementiert, während den Neonazis immer mehr Freiräume gewährt werden und dabei zugeschaut wird, wie sich Faschismus zunehmend in der Soester Gesellschaft etabliert (siehe dazu auch: „Soester Securityunternehmen geht zu weit!“). Anstatt den dringend notwendigen Kampf gegen die Nazis in Soest voranzutreiben, wird die potentielle Gefahr der „Freien Kameradschaft Soest“ mit einem frechem Lächeln der Politiker unter den Tisch gekehrt! Es bleibt zu hoffen, dass die Empörung der Soester Bürger sich nicht bloß gegen die Hakenkreuzschmierereien als „Schönheitsfehler“ oder gar als grausamer „Modetrend“ wendet, sondern dem Rechtsextremismus im Kreis Soest endlich entschlossen entgegengetreten wird, um dem Treiben der Soester Nazis ein Ende zu setzen, bevor sie zu einer ernsthaften Bedrohung werden!

Provokation: „Neuer Stock hat auf Kirmes Premiere“

In der Samstagsausgabe des Soester Anzeigers wurde in beinahe feierlichem Tonfall berichtet, dass es auf der diesjährigen Allerheiligenkirmes eine Premiere gäbe: Der neue Einsatzmehrzweckstock der Polizei (kurz: EMS) werde die Soester Beamten zum ersten Mal auf dem Volksfest begleiten. Dass es sich bei der Bezeichnung „Einsatzmehrzweckstock“ um nichts Geringeres als den symbolträchtigen Gegenstand für Polizeibrutalität, aggressives Verhalten von Bullen und staatliche Repression handelt, wird vom Soester Anzeiger durch platte Euphemismen verschleiert. Laut Anzeiger sollen die Totschläger „Schutz bieten“ und nur im „Falle des Falles richtig weh tun“ – unserer Meinung nach ziemlich makaber und verharmlosend im Angesicht der Tatsache, dass Knüppel immer öfter als Arm des Gesetzes agieren und Übergriffe auf Demonstrant_Innen mit diesen brutalen Waffen längst keinen Seltenheitswert mehr besitzen. Die Polizei benutze die neuen EMS „in erster Linie zur Abwehr von Angriffen mit Gegenständen wie Messern, Stöcken oder Baseballschlägern“, werde aber auch „als Transporthilfe von Personen bei Festnahmen oder zum Abdrängen“ benutzt. Wie billig diese Rechtfertigungen und Ausreden tatsächlich sind und wie die Mentalität zum Thema Schlagstockeinsatz in den Reihen der Polizei in Realität aussieht, demonstrieren zwei Schläger in grüner Uniform quasi „auf Kommando“: Auf dem Bild zum Artikel posieren die beiden sichtlich stolzen Cops angriffslustig mit gezückten Schlagstock! Scheinbar kann die Soester Polizei es kaum abwarten, mal im wortwörtlichen Sinne „richtig auf die Kacke zu hauen“ und während der Soester Allerheiligenkirmes ihre neuen Spielzeuge auszuprobieren. Aber nicht mit uns! Schaut nicht weg bei Übergriffen der Polizei! Gegen die Autorität fadenscheiniger Elendsgestalten und die Verherrlichung von Polizeigewalt in den Medien!

Bullenterror hier und dort – Berufsfaschisten müssen fort!

Auf nach Hamm!

Schon im vergangenen Jahr versuchten die Hammer Nazis unter dem billigen Deckmantel einer „Freiheitsdemonstration“ mit dem Motto „Das System bringt uns den Volkstod – Freie Völker statt freie Grenzen“, ihre menschenverachtende, neofaschistische Propaganda unter das Volk zu bringen. Scheinbar versuchen die Faschisten, eine jährliche Demonstration zur „Tagesordnung“ zu machen: Für den 1. Oktober haben Hammer Neonazis erneut eine Demonstration angemeldet – diesmal unter dem „kreativen“ Slogan „Stoppt den Volkstod – Wir lassen uns nicht BRDigen“. Um ein Zeichen gegen die rechte Szene in Hamm, aber auch gegen Rassismus und Ausgrenzung im Alltag zu setzen, rufen die politischen Hammer Jugendverbände unter dem Motto „Gemeinsam. Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung! Für eine freie Welt ohne Grenzen!“ zu Gegenveranstaltungen auf.

Auf nach Hamm!

Nazis quasi vor der eigenen Haustür – ein absolutes No-Go! Deswegen fahren auch wir, die Jugend-Antifa Soest, am 1. Oktober nach Hamm, um den Nazis zu zeigen, dass wir keinen Bock auf sie haben. In Hamm existiert seit 2003 mit der „Kameradschaft Hamm“ eine über Jahre hinweg gewachsene Neonazi-Szene. Gerade in den letzten zwei Jahren tritt diese wieder verstärkt in Erscheinung und versucht, sich im Hammer Raum zu etablieren. Wir wollen dieser Entwicklung Einhalt gebieten! Es würde uns freuen, wenn auch viele Soester Jugendliche mit nach Hamm kommen um den Nazis zu zeigen, dass sie nicht erwünscht sind! Fahrgemeinschaften können gerne organisiert werden – Schreibt uns an! – Genauere Infos über die Gegenveranstaltungen findet ihr auf okt1.noblogs.org

Soester Securityunternehmen geht zu weit!

Wieder einmal rückt sich das Soester Securityunternehmen, das für vermeintliche Sicherheit in der Soester Innenstadt sorgen soll, in ein zunehmend schlechteres Licht. Gerade diejenigen Jugendlichen, die sich an Wochenend-Abenden in der Soester Innenstadt aufhalten und in der Lokalpresse gerne pauschalisiert als „Randalierer und Störenfriede“ dargestellt werden, haben sich ihre eigene Meinung über die Schlägertrupps in Uniform gemacht. Nicht nur, dass das besagte Soester Unternehmen dafür bezahlt wird, repressiv gegen Jugendliche vorzugehen, um sie möglichst aus der Innenstadt zu „verjagen“ – auch der Ruf des inkompetenten und unseriösen Verhaltens eilt den selbsternannten Ordnungshütern voraus.
Doch der Anblick, der sich Antifaschisten der Jugend-Antifa Soest bot, schoss wirklich endgültig den Vogel ab: Zu dem Team der uniformierten Witzfiguren gehört nun anscheinend auch ein stadtbekannter Soester Neonazi; einer der Mitbegründer der „Freien Kameradschaft Soest“. Die unfassbare Tatsache, dass eine eindeutig dem rechten Milieu angehörige Person auf Jugendliche losgelassen wird, scheint von der Geschäftsführung, obwohl diese eindringlich darauf hingewiesen wurde, bewusst ignoriert oder für unproblematisch befunden worden zu sein. Dabei wird auf der Homepage des Unternehmens mit „Hilfsbereitschaft, Höflichkeit, professionellem Handeln sowie Souveränität in Konfliktsituationen“ geworben. Dass es sich dabei um leere Phrasendrescherei handelt, dürfte längst jedem klar sein, der das Sicherheitspersonal schon „live“ erlebt hat. Die Jugend-Antifa Soest ist jedoch der Meinung, dass das Unternehmen mit der Einsetzung des Soester Nazis als Ordnungshüter zu weit gegangen ist! Gerade für alternative Jugendliche ist diese provokative Bedrohung in Uniform ein untragbarer Zustand. Wir fordern daher: Keine Faschos im Schafspelz! Schluss mit dem Märchen vom „Freund und Helfer“ im Security-Kostüm!

Hamm 1. Oktober 2011: „Gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung! Für eine freie Welt ohne Grenzen!“

Höxter 29. Oktober 2011: „Discrimination.“